Im Mietshaus: Was ist erlaubt im Keller?

Zu einer gemieteten Wohnung gehört meist auch ein Keller. Doch was darf dort gelagert werden und darf man dort auch handwerkeln? Hier die wichtigsten Infos zu Vorschriften und Regeln für die Kellernutzung:

Im Mietshaus: Was ist erlaubt im Keller?

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Grundsätzlich gilt: Wer eine Wohnung mietet, hat nicht automatisch einen Anspruch auf einen Keller. Ist in einem Mietshaus ein Keller vorhanden, darf der Vermieter dem neuen Mieter einen beliebigen Kellerraum zuteilen. Aber: Verspricht der Vermieter z. B. bei der Wohnungsbesichtigung einen bestimmten Keller, muss er sich auch daran halten. Eine mündliche Vereinbarung reicht dabei aus, lt. einem Urteil des BGH (Az. III ZR 71/07).
Beim Einzug muss der Kellerraum leer und sauber sein. Steht noch Krempel vom Vormieter drin, muss sich der Vermieter kümmern. Er setzt dem Vormieter eine Frist oder beauftragt die Entrümpelung und stellt ihm die Kosten in Rechnung.
Auch Mängel – wie Feuchtigkeit oder defektes Licht – muss der Vermieter beheben – es sei denn, der Kellerraum befindet sich in einem unsanierten Altbau (dann kann man nicht erwarten, dass der Keller trocken ist) oder verfügt gar nicht über einen Stromanschluss. Hier gilt: Der Keller wird ohne Nachbesserungsanspruch gemietet – also kann man nicht nachträglich nach einem Stromanschluss verlangen. Unser Tipp: Bei der Wohnungsbesichtigung auch im Keller genau hinsehen!
Grundsätzlich dürfen Mieter in ihrem Kellerraum alles lagern, was zum Wohngebrauch gehört – von Vorräten über alte Möbel bis zu ausrangierten Elektrogeräten und Werkzeug. Gewerbliche Güter sind jedoch meistens nicht erlaubt. Ebenso natürlich kein Gefahrgut wie Gasflaschen oder Treibstoff. Auch für Wertsachen ist der Keller der falsche Ort.
Der Keller als Werkraum: Die Hausordnung des Mietshauses gilt auch für den Keller – vor allem das Prinzip der gegenseitigen Rücksichtnahme. Wer also in seinem Kellerraum werkelt, sollte die Ruhezeiten einhalten.

veröffentlicht: 16.05.2019

 

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